Was ist DNS?

DNS steht für „Domain Name System“ und macht einfach gesagt nichts anderes, als Domain Namen wie „Tech-Tip.de“ in die zugehörige IP-Adresse zu übersetzen und umgekehrt.

Wie funktioniert DNS?

Angenommen man tippt in seinem Internetbrowser in der Adresszeile „www.Tech-Tip.de“ ein, passiert folgendes durch das DNS:

 

Bei DNS-Abfragen wird immer zu aller erst das lokal abliegende Host-File durchsucht. Danach gehts weiter zum lokalen, positiven und negativen DNS Cache des Computers. Sollte auch hier das Ziel nicht enthalten sein gehts weiter mit Schritt 1.)

1.) Die Anfrage wird dann an den, in den Einstellungen der Netzwerkkarte, eingestellten DNS-Server weitergeleitet. Dieser ist in den meisten Privathaushalten an erster Stelle der Router.
Dieser prüft nun erneut seinen positiven DNS-Cache und schaut, ob er darin die passende IP-Adresse zur eingegebenen Domain findet.

2.) Wenn er sie nicht findet leitet er die Anfrage an den DNS-Server des ISP (Internet Service Provider) weiter. In den meisten Fällen wir die Adresse zum Namen hier gefunden.

3.) Sollte der DNS-Server des ISP den Namen weiterhin nicht auflösen können fragt dieser einen der Root-DNS-Server.

4.) Der gefragt Root-DNS-Server erkennt dann die TLD (Top Level Domain) und gibt diese Info an den Server des Internet Service Providers zurück.

5.) Der Server des ISP fragt nun bei dem Server der erkannten TLD nach (in dem Fall der .de-Server). Dieser erkennt wiederum die Zone „tech-tip“ und weiß wo diese gehostet wird. Auch diese Info gibt der Server wieder zurück an den DNS-Server des ISP.

6.) Der Server des ISP fragt nun bei dem DNS-Server nach, der die Zone tech-tip hostet. Dieser weiß nun unter welcher IP-Adresse www.tech-tip.de erreichbar ist und sendet die Entsprechende Adresse zurück an den ISP-DNS-Server.

7.) Der ISP-DNS-Server sendet die erhaltene, Finale Antwort nun zurück an den ursprünglichen Anfrager (Client).

8.) Der Client kann nun (mithilfe der IP-Adresse) eine dierekte Anfrage an den webserver schicken, der wiederum dem Client die Webseite Dateien zurückschickt, mit der der Client die Website anschauen kann.

Was ist der Unterschied zwischen positivem und negativem DNS-Cache?

Der positive DNS-Cache ist der allererste Anhaltspunkt bei der Auflösung eines Namen in eine IP-Adresse.
Sobald ein Name erfolgreich aufgelöst wurde speichert der Computer einen Eintrag in seinem Positiven DNS-Cache, welcher den DNS-Namen und die IP-Adresse enthällt.
Der Eintrag bleibt solange gültig bis die TTL (Time to live) des Eintrags abläuft oder er manuell gelöscht wird.

Im negativen DNS-Cache werden die Einträge gespeichert, die nicht aufgelöst werden konnten. Auch diese Einträge sind solange gültig, bis die TTL abläuft oder der Eintrag manuell gelöscht wird.

Die hirarchische Struktur im DNS

DNS-Namen sind wie folgt, hirarschich aufgebaut:

Bei DNS-Anfragen unterscheidet man zwischen "Rekursiven" und "Iterativen" Anfragen

Bei einer „Rekursiven“ DNS-Anfrage wird solange der nächste DNS-Server gefragt, bis die Anfrage beantwortet werden kann.

Bei einer „Iterativen“ Anfrage werden nur die dierekt erreichbaren DNS-Server gefragt. Sollte der Name dort nicht augelöst werden wird die Anfrage  nicht an die übergeordneten Server weitergeleitet. Die Anfrage wird dann verworfen.

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